Cashback-Anbieter in Deutschland im Überblick
Cashback heißt Geld zurück nach dem Kauf. Hier findest du die Methoden und Anbieter, von Gratis-Testen-Aktionen über Apps und Portale bis zu Umfragen.

Inhaltsverzeichnis10 Kapitel
- Wo bekommst du 100 % des Kaufpreises zurück?
- Wo liegen die Haken bei Gratis-Testen-Aktionen?
- Welche Cashback-Apps gibt es für den Supermarkt?
- Was passiert mit dem Guthaben, wenn eine App pleitegeht?
- Wie funktionieren Cashback-Portale beim Online-Einkauf?
- Wo kannst du Produkte kostenlos testen?
- Was bringen bezahlte Umfragen?
- Lässt sich Cashback kombinieren?
- Fazit
- Häufige Fragen
Cashback bedeutet, dass du nach einem Kauf Geld zurückbekommst. Den vollen Kaufpreis erstatten in Deutschland vor allem Hersteller bei Gratis-Testen-Aktionen. Diese werden unter anderem auch „Geld-zurück-Aktion“ genannt.
Daneben gibt es Apps, Bonusprogramme und Online-Portale. Dort bekommst du je nach Anbieter einen festen Betrag, einen Prozentsatz vom Einkauf oder Punkte zurück. Dazu kommen noch Produkttests und bezahlte Umfragen. Schauen wir uns die Anbieter einmal genauer an.
Wo bekommst du 100 % des Kaufpreises zurück?
Die besten Chancen auf den vollen Kaufpreis hast du bei Gratis-Testen-Aktionen. Die Hersteller möchten damit erreichen, dass du ein Produkt ausprobierst. Du erkennst solche Aktionen meist an einer eigenen Aktionsseite und manchmal an einem Sticker auf der Packung.
Nicht jede Aktion erstattet aber den kompletten Preis. Bei manchen Aktionen endet die Erstattung an einem Höchstbetrag. Kostet das Produkt in deinem Markt mehr, zahlst du die Differenz selbst.
Bevor du loslegst, brauchst du den Kassenbon, ein Smartphone für die Fotos und ein Bankkonto. Bei vielen dieser Aktionen ist der Ablauf dann wie folgt.
- Du liest die Teilnahmebedingungen. Dort stehen der Aktionszeitraum, die Produkte und die teilnehmenden Händler.
- Du schaust auf den Zähler der Aktionsseite. Bei einem Tages- oder Wochenkontingent kann die Aktion nämlich gerade voll sein.
- Du gehst in einen Laden und kaufst den jeweiligen Artikel. Manchmal muss es ein Artikel mit Aktions-Sticker sein.
- Du fotografierst den Artikel und lädst deine Daten, deine Bankverbindung und die Fotos auf der Aktionsseite hoch.
- Nach ca. 4 bis 12 Wochen erhältst du bei den meisten Anbietern dein Geld zurück.
Ich persönlich tracke die Aktionen ganz gerne in einer Excel Tabelle oder in Outbank. Welche Spalten dafür reichen, steht auf der Cashback-Seite.
Wo liegen die Haken bei Gratis-Testen-Aktionen?
Gratis-Testen-Aktionen haben natürlich auch Haken. Du streckst den Kaufpreis zunächst vor und bekommst ihn nur zurück, wenn du alle Bedingungen erfüllst. Dabei fallen vor allem vier Punkte ins Gewicht.
- Kontingente begrenzen bei vielen Aktionen die Teilnahmen pro Tag oder pro Woche. Ist das Kontingent erschöpft, wartest du auf die nächste Freischaltung. Endet die Aktion vorher, bezahlst du das Produkt selbst.
- Der Kassenbon muss in den meisten Fällen Händler, Preis, Datum und Uhrzeit enthalten. Fehlt davon etwas, kann der Veranstalter deine Teilnahme ablehnen.
- Deine Daten gibst du als Gegenleistung heraus. Dazu gehören meist Name, E-Mail-Adresse und Bankverbindung. Manche Hersteller stellen außerdem Fragen zur Marktforschung.
- Der Aufwand bleibt auch bei kleinen Beträgen gleich. Bei einem Produkt für 2 € füllst du trotzdem ein Formular aus und wartest mehrere Wochen auf die Überweisung. Ob dir das die Zeit wert ist, entscheidest du selbst.
Welche Cashback-Apps gibt es für den Supermarkt?
Bei Cashback-Apps lädst du in den meisten Fällen deinen Kassenbon hoch und bekommst nach der Prüfung ein Guthaben. Das Guthaben sammelt sich in der App, bis du es dir auszahlen lässt. Geld aufs Konto bekommst du zum Beispiel bei scondoo, marktguru, reebate und PAYBACK. Bei REWE Bonus und der Rossmann-App bleibst du dagegen beim Einkauf. Dort löst du Guthaben oder Coupons an der Kasse ein.
| Anbieter | So bekommst du dein Geld | Auszahlung | Verfall |
|---|---|---|---|
| scondoo | Kassenbon hochladen, Guthaben nach der Prüfung | Überweisung, einen Mindestbetrag gibt es nicht | Guthaben verjährt nach 24 Monaten Nichtnutzung |
| marktguru | Kassenbon als Foto hochladen, dazu 5 Cent je eingereichtem Bon | Überweisung ab 5 €, PayPal ist nicht möglich | Guthaben verfällt drei Jahre nach seiner Entstehung |
| reebate | Aktionsartikel kaufen und den Beleg hochladen | Überweisung oder PayPal | Guthaben verfällt laut Bedingungen erst nach deiner Kündigung |
| PAYBACK | Punkte bei Partnern sammeln, in der Regel 1 Punkt je 2 € Einkauf | 1 Punkt ist 1 Cent wert, Überweisung ab 200 Punkten | Punkte sind 36 Monate gültig und verfallen dann zum 30.09. |
| REWE Bonus | Euro-Guthaben über Aktionen und Coupons in der REWE App | Einlösen beim Einkauf | Laut REWE nach 36 Monaten |
| Rossmann-App | 10-%-Coupons für den Einkauf, laut Rossmann mit Registrierung vier Stück alle zwei Monate | Einlösen an der Kasse | Keine Angabe gefunden |
PAYBACK lässt sich recht leicht nachrechnen. Für 2 € Einkauf gibt es in der Regel einen Punkt und dieser Punkt ist 1 Cent wert. Damit bekommst du ca. 0,5 % zurück, auf einen Einkauf von 100 € also 50 Cent. Mehr kann es mit Coupons werden. Diese vervielfachen deine Punkte. Bei REWE sammelst du übrigens seit dem 29. Dezember 2024 keine PAYBACK-Punkte mehr. Dort läuft seitdem das eigene Programm REWE Bonus. Ältere Anleitungen stimmen an dieser Stelle also nicht mehr.
Bei den Apps zahlst du allerdings auch mit deinen Daten. Stiftung Warentest hat im Mai 2023 insgesamt 13 Rabatt-Programme getestet. Der regelmäßig erreichbare Rabatt lag demnach oft nur bei 0,5 bis 1 Prozent. Die Tester nannten die Apps außerdem „sammelwütig“. Der Verbraucherzentrale Bundesverband überschrieb seinen Bericht vom Januar 2026 mit „Supermarkt-Apps: Rabatte im Tausch gegen Daten“.
Was passiert mit dem Guthaben, wenn eine App pleitegeht?
Dann kann es sein, dass du nicht mehr an dein Geld kommst. Das Guthaben aus einer Cashback-App liegt nämlich nicht auf deinem Konto. Dein Guthaben beim Anbieter ist nur ein Anspruch gegen den Betreiber.
Wie funktionieren Cashback-Portale beim Online-Einkauf?
Bei einem Cashback-Portal startest du deinen Einkauf über einen Link des Portals. Der Shop zahlt dem Portal dafür in der Regel eine Provision. Diese Provision gibt das Portal je nach Anbieter ganz oder teilweise als Cashback an dich weiter. TopCashback schreibt zum Beispiel auf seiner Seite, dass es 100 % der Provision weitergibt. Wie viel du bekommst, hängt also vor allem vom jeweiligen Shop ab.
| Portal | Auszahlung | Das steht in den Bedingungen |
|---|---|---|
| Shoop* | Überweisung oder PayPal | Du kaufst über den Link von Shoop ein |
| TopCashback | SEPA-Überweisung oder PayPal | Je nach Händler dauert es 2 bis 4 Monate, bis das Cashback beim Portal eingeht. Bei Verträgen sind es bis zu 6 Monate |
| iGraal | Erste Auszahlung per SEPA, danach SEPA oder PayPal | Cashback bleibt drei Jahre gültig, gerechnet ab dem Ende des Kalenderjahres der Gutschrift |
| PAYBACK Online | Punkte wie im Laden | Du öffnest den Shop über die PAYBACK-Seite und bestellst in derselben Sitzung |
Die Schwachstelle der Portale ist die Zuordnung deines Einkaufs. Ein Adblocker kann dazu führen, dass das Portal deinen Einkauf nicht erfasst. Der gleiche Fehler kann bei einem Gutscheincode von einer anderen Seite passieren oder wenn du in die App des Shops wechselst. TopCashback und iGraal nennen den Adblocker ausdrücklich in ihren Hinweisen.
Auch ein hoher Prozentsatz sagt für sich genommen wenig aus. Nehmen wir an, du bekommst 5 % Cashback auf eine Jacke für 100 €. Hättest du die Jacke sonst nicht gekauft, stehen 5 € Cashback gegen 95 € Ausgaben. Diese 95 € hätte es ohne das Angebot gar nicht gegeben.
Wo kannst du Produkte kostenlos testen?
Bei Produkttests bewirbst du dich für ein Produkt. Wenn der Anbieter dich auswählt, bekommst du das Produkt oder einen Gutschein dafür. Im Gegenzug erwarten die Anbieter meist eine Bewertung, einen Fragebogen oder einen Bericht. Eine Zusage hast du aber nie sicher.
| Programm | So läuft der Test | Zugang |
|---|---|---|
| REWE Produkttests | Bei einer Zusage bekommst du einen persönlichen Gratis-Gutschein per E-Mail. Den löst du im Markt ein | Ab 18 mit REWE Konto |
| dm Produkttester | Du bewirbst dich im Testzeitraum und bekommst das Paket per Post. Danach füllst du einen Online-Fragebogen aus | Ab 16, Anmeldung über ein Facebook-Profil |
| trnd | Du bewirbst dich auf ein Projekt und berichtest von deinen Erfahrungen. Geld gibt es dafür nicht, die Produkte darfst du aber manchmal behalten | Ab 18 |
| Sampleo | Du bewirbst dich und bekommst das Produkt kostenlos nach Hause. Verkaufen darfst du es nicht | Ein Produkt je Haushalt |
| Goodbrands | Nach einer Zusage per E-Mail testest du das Produkt und bewertest es. Behalten darfst du es auch | Ab 18, dein Instagram-Profil wird mit der Bewertung verlinkt |
| The Insiders | Du bewirbst dich per Fragebogen und schreibst danach Berichte. Bei teuren Geräten kann eine Kaution anfallen. Das Gerät gibst du dann zurück oder kaufst es zu einem reduzierten Preis | Kostenlose Mitgliedschaft |
| Konsumgöttinnen | Du bewirbst dich auf eine Aktion und bekommst ein Paket. Danach schreibst du einen Testbericht | Nur Frauen ab 18 |
| ForMe von Procter & Gamble | Du bewirbst dich per Fragebogen und bewertest das Produkt nach dem Test. Am 1. November 2026 gab es keinen offenen Test | Ab 18 |
Was bringen bezahlte Umfragen?
Bei Umfragen kaufst du nichts. Du bekommst Geld oder Gutscheine für deine Zeit und deine Meinung. Streng genommen sind Umfragen also kein Cashback. Eine normale Umfrage bringt in den meisten Fällen Cent bis wenige Euro. Längere Interviews und Nutzertests bringen teilweise mehr.
Der EntscheiderClub* und der TrendsetterClub* gehören beide zur Cint Deutschland GmbH in Berlin. Bis zur Übernahme durch Cint stand die GapFish GmbH dahinter. Der Name EntscheiderClub führt übrigens etwas in die Irre, denn eine bestimmte Berufsgruppe verlangt der Anbieter nicht.
Beim TrendsetterClub nennt der Anbieter konkrete Werte. 5.000 TrendPoints entsprechen 10 €. Eine Umfrage von 5 bis 10 Minuten bringt etwa 0,50 € bis 1,50 €. Für eine Umfrage von 15 bis 20 Minuten sind es etwa 2 € bis 4 €.
Beim EntscheiderClub habe ich mich um das Jahr 2012 angemeldet. Bis April 2020 kamen dort 264,80 € an Auszahlungen zusammen. Zwischendurch habe ich aber auch ein bis zwei Jahre gar nicht mitgemacht. Eine normale Umfrage brachte mir damals 0,50 € bis 2,50 € und die höchste Einzelzahlung lag bei 65 €. Diese Beträge sind also eher Taschengeld als ein Nebenjob.
Neben den beiden Clubs gibt es noch weitere Anbieter, die teils anders arbeiten.
| Anbieter | Was du machst | Vergütung laut Anbieter | Auszahlung |
|---|---|---|---|
| TestingTime | Nutzertests und Interviews | 35 bis 55 € für eine Studie von 60 Minuten | PayPal oder Bankkonto |
| Sago | Online-Umfragen, Telefoninterviews und Teststudios | 1 Bonuspunkt ist 1 Cent wert | Geschenkkarte, Überweisung oder PayPal |
| Testbirds | Apps und Websites testen, Fehler melden | Bezahlung in Euro je nach Test | Bankkonto oder PayPal |
| YouGov Shopper | Einkäufe per App scannen | Punkte gegen Gutscheine und Prämien, eine Vergütung in Geld gibt es nicht | Gutscheine und Prämien |
| Google Umfrage-App | Kurze Umfragen in der App | Gutschriften je Umfrage | Android über Google Play, iPhone über PayPal |
Lässt sich Cashback kombinieren?
Manchmal klappt die Kombination und dann bekommst du rechnerisch sogar mehr zurück, als du bezahlt hast. Nehmen wir an, ein Produkt kostet 4,00 € bei einem PAYBACK-Partner. Dazu hast du einen Coupon mit 10-fachen Punkten aktiviert. In der Regel gibt es einen Punkt je 2 €, hier also 2 Punkte. Mit dem Coupon werden daraus 20 Punkte und damit 20 Cent. Erstattet der Hersteller die 4,00 €, liegst du 20 Cent im Plus.
Diese Rechnung geht aber nur auf, wenn die Bedingungen mitspielen. Punkte verändern den Preis auf dem Kassenbon nicht, ein Rabatt an der Kasse hingegen schon. Manche Hersteller erstatten nämlich nur den tatsächlich gezahlten Preis. Bei scondoo lassen sich Cashback, Coupons und Sammelpässe in der Regel gar nicht kombinieren. Ein Blick in die Bedingungen hilft dir also auch hier weiter.
Fazit
Den höchsten Anteil hast du in der Regel bei Gratis-Testen-Aktionen in Aussicht, nämlich je nach Aktion bis zu 100 %. Beim normalen PAYBACK-Sammeln sind es dagegen meist ca. 0,5 %. Dafür streckst du das Geld vor und wartest mehrere Wochen auf die Überweisung. Dieser Weg passt zu dir, wenn du das Produkt ohnehin ausprobieren würdest und ein Formular in Kauf nimmst.
Bestellst du online ohnehin teurere Dinge und kannst Monate auf dein Geld warten, kommt eher ein Portal infrage. Möchtest du nichts vorstrecken, bleiben dir Produkttests. Dort ist die Zusage allerdings offen. Bei Umfragen wie im EntscheiderClub* oder im TrendsetterClub* zahlst du mit Zeit statt mit Geld.
Ich würde mit den Aktionen anfangen, deren Produkte ohnehin auf meinem Einkaufszettel stehen. Welche Mischung zu dir passt, entscheidest du selbst. Weitere Ansätze findest du im Bereich Sparen.
Häufige Fragen
Was ist Cashback?
Cashback bedeutet, dass du nach einem Kauf einen Teil des Preises oder den ganzen Preis zurückbekommst. Das Geld kommt je nach Modell vom Hersteller, von einem Bonusprogramm oder von einem Portal.
Bekomme ich bei Gratis-Testen-Aktionen sicher mein Geld zurück?
Sicher ist die Erstattung erst, wenn das Geld auf deinem Konto eingegangen ist. Der Veranstalter prüft zuerst deinen Kassenbon. Außerdem können Kontingente erschöpft sein. Ich würde den Kassenbon deshalb bis zur Auszahlung aufheben.
Wie lange dauert die Auszahlung?
Bei den meisten Gratis-Testen-Aktionen dauert es ca. 4 bis 12 Wochen. Bei Portalen kann es länger dauern. TopCashback nennt zum Beispiel 2 bis 4 Monate, bis das Cashback beim Portal eingeht.
Wie oft darf ich an einer Aktion teilnehmen?
In den meisten Fällen einmal. Je nach Aktion liegt die Grenze bei einer Teilnahme pro Person oder pro Haushalt. Manche Aktionen erlauben auch zwei Teilnahmen. Die genaue Regel steht in den Teilnahmebedingungen.
Verfällt Cashback-Guthaben?
Der Verfall hängt vom Anbieter ab. PAYBACK-Punkte sind 36 Monate gültig und verfallen dann zum 30.09. Bei marktguru verfällt Guthaben drei Jahre nach seiner Entstehung. Bei scondoo verjährt es nach 24 Monaten Nichtnutzung.
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